Tipps für Redner

Veranstalter von Konferenzen stellen professionelle Dolmetschleistungen zur Verfügung, um Teilnehmern, die unterschiedliche Sprachen sprechen und aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen, die gegenseitige Verständigung zu ermöglichen und zu erleichtern. Dolmetscher helfen Ihnen dabei, Ihre Botschaft an die Zuhörer zu überbringen. Sie können ihnen behilflich sein, indem Sie einige einfache Regeln befolgen:

  • Wenn Sie für Ihren Vortrag eine schriftliche Vorlage in Form eines fertigen Textes oder Stichworten haben, lassen Sie diese dem Veranstalter zukommen, damit er sie an die Dolmetscher weiterleiten kann, selbst wenn Sie nicht vorhaben, sich strikt an diese Vorlage zu halten. Da Dolmetscher nicht nur lose Worte übersetzen, sondern auch Bedeutungen interpretieren, müssen sie sich mit Ihrem Themenfeld und den von Ihnen benutzten Fachbegriffen bekannt machen. Sie haben jederzeit die Freiheit, von ihrem Urtext abzuweichen. Die Dolmetscher sind verpflichtet, das Berufs- oder Geschäftsgeheimnis zu wahren, und der Inhalt Ihres Vortrags wird in keinem Fall an Dritte weitergeleitet, wobei sie Ihre Originalunterlagen auch zurückfordern können.
  • Handelt es sich um einen sehr fachspezifischen Text, lassen Sie den Dolmetschern sämtliche Ihnen verfügbaren terminologischen oder sonstigen Begleitunterlagen in anderen Sprachen zukommen. Sie können den Veranstalter auch um ein Treffen mit den Dolmetschern bitten. Die Begegnung mit den Rednern kann eventuelle Unklarheiten aus der Welt schaffen und sich positiv auf die Qualität der Verdolmetschung auswirken.
  • Wenn Sie einen Film, Präsentationsfolien oder Ähnliches zeigen möchten, stellen Sie den Dolmetschern auf jeden Fall eine Abschrift oder Kopie davon zur Verfügung, weil die Dolmetscherkabinen oft sehr weit von der Projektionsleinwand entfernt sind, weshalb der projizierte Text für die Dolmetscher nicht leserlich ist.
  • Beim Verlesen eines Vortrags werden die Redner oft unbewusst sehr schnell, weshalb ihnen die Zuhörer nur schwer folgen können oder ein Teil der Botschaft verloren geht, besonders bei der Verdolmetschung. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Vorträgen bei gedolmetschten Konferenzen haben, ist zu empfehlen, dass Sie bei der Vorbereitung die Zeit Ihres Vortrags stoppen. Die ideale Redegeschwindigkeit liegt bei etwa drei Minuten für eine Seite von maximal 30 Zeilen.
  • Prüfen Sie vor Beginn Ihres Vortrags, ob das Mikrofon eingeschaltet ist. Klopf- oder Blasgeräusche am Mikrofonkopf zu verursachen führt jedoch lediglich zu unangenehmen Geräuschen in den Kopfhörern der Dolmetscher. Um das Mikrofon zu testen, sprechen Sie einfach ein paar Worte hinein, beispielsweise „Guten Tag“ oder „Danke, Herr Vorsitzender.“.
  • Halten Sie das Mikrofon beim Sprechen nicht zu nahe am Mund und lassen Sie in seiner Nähe keine drahtlosen Empfangsgeräte liegen, um Interferenzen oder Pfeifgeräusche zu vermeiden. Der Techniker wird Sie in die Einzelheiten einweisen.
  • Wenn Sie sich während Ihres Vortrags vom Rednerpult entfernen müssen, um etwas auf der Projektionsleinwand zu zeigen, benutzen Sie ein drahtloses/mobiles Mikrofon. Ohne Mikrofon können Sie die Dolmetscher nicht hören, so laut Sie auch sprechen.
  • Wenn Sie am Rednerpult stehen und auf Fragen aus dem Publikum antworten möchten, tragen Sie einen Empfänger mit Kopfhörern bei sich, um ggf. die Verdolmetschung der Fragen mitverfolgen zu können.